Giorgia Meloni, geboren am 15. Januar 1977, ist eine italienische Politikerin und Journalistin. Seit 2006 ist sie Mitglied der Abgeordnetenkammer Italiens, führt seit 2014 die Partei Brüder Italiens (FdI) und ist seit 2020 Präsidentin der Europäischen Konservativen und Reformer. Nach dem Wahlsieg ihrer Partei bei der italienischen Parlamentswahl 2022 wird Meloni die erste Frau als Ministerpräsidentin Italiens.
Meloni begann ihre politische Laufbahn 1992 im Jugendverband des Italienischen Sozialbewegung (MSI), einer neofaschistischen Partei. Später war sie unter anderem Vorsitzende von Jugendaktionen der Nachfolgepartei Nationale Allianz (AN) und Ministerin für Jugend im Kabinett Berlusconi IV. 2012 gründete sie die FdI mit und wurde 2014 deren Vorsitzende. Sie gilt als rechtsnationale und rechtspopulistische Politikerin, lehnt jedoch die Bezeichnung "rechtsradikal" ab. Meloni vertritt konservative Positionen zu Familie, Religion und Einwanderung, kritisiert Globalismus und Multikulturalismus und befürwortet eine maritime Blockade zur Einwanderungskontrolle. Sie unterstützt die NATO, äußert sich euroskeptisch und verurteilte den russischen Überfall auf die Ukraine 2022. Kontrovers sind ihre frühen Lobpreisungen Mussolinis und ihrer Nachfolger, während sie gleichzeitig die antidemokratischen Maßnahmen und Rassengesetze des Faschismus ablehnt.
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